Afghanistan - Mon amour - Zukunft am Hindukusch

Einladung zur Tagung in Greifswald, 3. Juli bis 5. Juli 2010

 

Im Monat Mai des Jahres 2010 kamen 18 afghanische Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern an, in den ersten fünf Monaten dieses Jahres erreichten insgesamt 117 Flüchtlinge aus Afghanistan unser Bundesland. Afghanistan ist im Moment das Hauptherkunftsland der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge. Auch in den Medien nimmt Afghanistan viel Raum ein. Dabei geht es jedoch selten um Flüchtlinge, sondern mehr um die politische Auseinandersetzung mit den Geschehnissen vor Ort, um die kontroverse Rolle Deutschlands, um heimkehrende traumatisierte Soldaten.

Das Psychosoziale Zentrum für Migranten in Vorpommern möchte Sie zu einer Tagung einladen, auf der all diese Aspekte aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden.

Vom 02.-04.07.2010 haben Sie die Möglichkeit, mit verschiedenen Referentinnen und Referenten zu diskutieren bzw. sich zu informieren.

Tagungsort ist das Soziokulturelle Zentrum St. Spiritus, Lange Str. 49 in Greifswald.

Die Filmvorführung am Freitagabend findet im Stadtteilzentrum Schwalbe, Maxim-Gorki-Str. 1 in Greifswald statt.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Sie beinhaltet einen landestypischen Imbiss zum Mittag, Kaffee und Abendessen. Die Getränke müssen vor Ort käuflich erworben werden.

Wir erbitten jedoch Ihre vorherige Anmeldung bis zum 16.6.2010 unter info@pbmv.de oder

03834-7721072.

Sollten Sie Ihre Kinder mitbringen wollen, geben Sie dies bitte bei Ihrer Anmeldung mit an. Es wird eine spannende Kinderbetreuung angeboten.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme!

Herzliche Grüße aus Greifswald

Das Team des Psychosozialen Zentrums für Migranten in Vorpommern

 

Hier das Programm:

 

Freitag, 02.07.2010

20:00 Filmvorführung (im Labyrinth im Stadtteilzentrum Schwalbe, Maxim-Gorki-Str. 1, Greifswald)

Mein Herz sieht „ die Welt schwarz“

(Dokumentarfilm, Deutschland und Afghanistan, 2009, OmU)

anschl. Gespräch mit der Regisseurin Helga Reidemeister

 

Samstag, 03.07.2010

ab 10:00 Uhr Anmeldung (im Soziokulturellen Zentrum St. Spiritus, Lange Str. 49, Greifswald)

11:00 Begrüßung

11:15 „Afghanistan Zwanzig Zehn. Land und Leute“

Ein Vortrag von Safia Kazi

12:30 Vorstellung der Referenten und Workshops

13:00 Mittag (landestypischer Imbiss)

14:00 Workshops

Workshop I: Asyl in Deutschland. Einblicke in die praktische aufenthalts- und asylrechliche Arbeit mit afghanischen Migranten

Mit dabei: Peter Schlame, Rechtsanwalt

Workshop II: Frauen in Afghanistan

Mit: Nadia Nashir-Karim, Journalistin

Workshop III: Auf der Flucht. Zur Arbeit des UNHCR mit afghanischen Flüchtlingen

Mit: Rebecca Einhoff, UNHCR

Workshop IV: Zukunft am Hindukusch. Die Bundesrepublik und Afghanistan

Mit: Harald Terpe, MdB

Workshop V: Mohammad aus Grimmen. Seine Ängste und Hoffnungen

Mit: Anja Matz und Elena Stoll, Psychosoziales Zentrum für Migranten in Vorpommern

Workshop V: Koriander und Kardamom - Afghanisch Kochen

Mit: Hamide Ahmadi

15:30 Kaffeepause in der Workshopgruppe

17:00-18:00 Zusammenfassung der Workshops

19:00 Meilah (Afghanischer Abend mit Essen, Musik und Gesprächen)

 

 

Sonntag, 04.07.2010

10:00 Hussain „ und seine Familie“

Eine Fallbeschreibung von Anja Matz

10:30 Podiumsdiskussion

Afghanistan - Mon amour

Zukunft am Hindukusch

Moderation: Dr. Andrea Fleschenberg

auf dem Podium:

Najiba Behmanesh (Ärztin)

Uwe Kort (Oberstleutnant)

Tom Koenigs (ehemaliger UN-Sonderbeauftragter für Afghanistan)

Nadia Nashir-Karim (Journalistin)

Reinhard Bütikofer (Mitglied des Europäischen Parlaments)

Helga Reidemeister (Regisseurin)

12:30 Schluss der Tagung

Unterstützen Sie die Online-Petition und fordern Sie die Abschaffung der Residenzpflicht!

 

Bis zum 27. April 2010 sind alle Bürgerinnen und Bürger zur Unterstützung einer E-Petition an den Bundestag aufgerufen, die sich gegen die räumliche Bewegungseinschränkung von Asylbewerberinnen und -bewerbern sowie geduldeten Ausländerinnen und Ausländern richtet.

Das Psychosoziale Zentrum für Migranten in Vorpommern e.V. setzt sich seit langem für die Abschaffung der Residenzpflicht ein. Das Recht auf Freizügigkeit ist ein unveräußerliches Menschenrecht! Innerhalb der Europäischen Union wird es  nur in Deutschland auf so drastische Weise eingeschränkt – mit weit reichenden Folgen für noch nicht anerkannte Flüchtlinge.

Unterzeichnen können Sie hier:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=10249

 

Hier der Wortlaut der Petion:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die “Residenzpflicht” (Asylverfahrensgesetz (AsylVfG) § 56 und §85 Punkt 2.) abgeschafft wird, die es Asylbewerber_innen und geduldeten Flüchtlingen verbietet, ihren Meldelandkreis ohne behördliche Ausnahmegenehmigung zu verlassen.

Begründung:

Die Residenzpflicht, also das Verbot, den Meldelandkreis ohne behördliche Ausnahmegenehmigung zu verlassen, stellt für viele Betroffene eine enorme Einschränkung dar, der sie teilweise viele Jahre lang unterliegen. Das liefert sie der Willkür der Behörden aus, die über die Ausnahmegenehmigungen zu entscheiden haben. Viele setzen sich dann notgedrungen über das Verbot hinweg, was zu Prozessen, Geld- und Gefängnisstrafen führt, da Verstöße gegen die Residenzpflicht im Wiederholungsfall als Straftat gelten. Dabei nehmen sie nur wie wir alle ganz selbstverständlich ihr Recht aus Artikel 13 (1) der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Anspruch, sich innerhalb des Landes frei zu bewegen. Der Besuch von Freunden, Verwandten und des Nachbarortes sollte möglich sein, ohne einen “Urlaubsschein” bei der Ausländerbehörde beantragen zu müssen, der von den Behörden oft abgelehnt wird.

Internationales Frauencafé

Immer am Mittwoch, 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Ort: Ikuwo, Goethestraße 1, Greifswald, mit Kinderbetreuung

 

 

 

Akrobatik- Show im Greifswalder Museumshafen

Etwa 100 Besucher begegneten am 1.11.2009 in der Museumswerft den Helden der "Supercrew" des Segelschiffes "Lovis". 25 Jugendliche aus Deutschland, Afghanistan, China, Vietnam, dem Kosovo und Irak zeigten ihre Akrobatik-Performance zum Thema "MUT": Mut zu den eigenen Fähigkeiten, Mut eigene Grenzen zu überschreiten und etwas zu verändern.

Der Zweimaster "Lovis" war seit einer Woche das Zuhause und die Bühne der Jugendlichen gewesen. Unter Anleitung einer Theter- und einer Zirkuspädagogin hatten sie ein Stück erarbeitet, waren im Greifswalder Bodden gesegelt, hatten gemeinsam gekocht, gegessen und sich ausgetauscht. Das Zusammenleben auf dem Schiff wurde mit der Arbeit auf ein gemeinsames Ziel hin kombiniert, wodurch eine äußerst intensive Begegnung und Auseinandersetzung zwischen den Teilnehmern entstand.

Organisiert wurde das Projekt von der Initiative "Jugendliche ohne Grenzen" die vom PSZ unterstützt wird.

 

Großes Kino im Bürgerschaftssaal
Auf den roten Sesseln der Greifswalder Bürgerschaft nahmen am Vormittag des 2. Juli 2009 statt der Abgeordneten 70 Schülerinnen und Schüler Platz. Sie kamen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, um den preisgekrönten Jugendfilm "Hoppet - Der große Sprung ins Glück" zu sehen. Eingeladen hatten die Ausländerbeauftragte Marike Werner und die Präventionsbeauftragte der Stadt, Dr. Christine Dembski. Spannung war bereits zu spüren, als die drei siebten Klassen der Arndt-, der Fischer- und der Caspar-David-Friedrich-Schule das Rathaus betraten, und es erklang von vielen Seiten ein anerkennendes "Wow!" Gebannt folgten die Jugendlichen sodann dem Schicksal des 12jährigen kurdischen Jungen Assad, den seine Eltern allein nach Schweden schicken. Bei der anschließenden Diskussion kamen viele Themen zur Sprache: Das Lebensgefühl mit einer „Duldung“, die Enge in der so genannten Sammelunterkunft und die Generationskonflikte innerhalb von Migrantenfamilien!

Fazit aller Beteiligten: Diese Veranstaltung muss unbedingt wiederholt werden.

Foto

 

  Zaproszenie - Invitation - Invito - Davetiye - Приглашение - Invitatie - Lời mời

دعوة  - Pozivnica - Kutsu - Πρόσκληση - Inbjudan

 

 

Hoffest im PSZ

 

Donnerstag, 11. Juni 2009  Beginn: 18.00 Uhr

 

Das PSZ feiert den Sommeranfang !

Mit Freundinnen und Freunden, Klienten, Sponsoren, allen Interessierten,
künftigen Unterstützern, Partnern, Mitgliedern, mit Ihnen, mit Dir !

                    

Persischer Tanz  / Gospelkombinat Nordost / Afrikanische Trommelgruppe  /  Kurzfilme  /  Musik  / Kindermaltisch  / Gespräche am Feuer  /  Gulasch aus dem Kessel  /  nicht-al-koholische Getränke

 

Es laden ein:

Das Psychosoziale Zentrum für Migranten in Vorpommern und die Ausländerbeauftragte der Stadt Greifswald

 

Domstraße 36, 17489 Greifswald,

Telefon 03834 – 799274, info@pszev.de