Zielgruppe dieses Projekts sind jüngere Migrantinnen und Migranten im Alter von 16 bis 26 Jahren mit gefestigtem Aufenthaltsstatus. Bei der Planung ihres Berufs- und sonstigen Lebensweges fühlen sie sich oft stärker allein gelassen als ihre in Deutschland aufgewachsenen Altersgenossen; die Eltern mit dem Sozialisationshintergrund der alten Heimat können oft nur wenig Unterstützung bieten, das übrige soziale Netz wurde bei der Migration zurück gelassen. Häufige Folgen sind Rückzug in die Privatsphäre oder desorientiertes Verhalten.

Das PSZ organisiert kultursensible Patenschaften zwischen jungen Erwachsenen, die sich in der Bundesrepublik noch fremd fühlen, und Menschen mit Migrationserfahrung, die sozial und beruflich in Deutschland Fuß gefasst haben. Dahinter steht die Idee, dass die Paten die Probleme am besten kennen, mit denen die Jüngeren bei ihrer Suche nach Beruf, Wohnung und sozialen Kontakten zu kämpfen haben. Die Paten sind „Brückenbauer“ zwischen ihren „Patenkindern“ und den übrigen Beteiligten wie Eltern, Bildungsträgern, ARGEn usw.. Ihr Tätigkeitsfeld ist breit gefächert und beinhaltet Hausaufgabenhilfe ebenso wie das Erstellen von Kompetenzchecks und Beleitung zu Behörden und Ausbildungsstätten. Patinnen und Paten haben häufig in ihrer Heimat eine pädagogische Ausbildung absolviert und werden vom PSZ bei ihrer Tätigkeit intensiv betreut. In einer eigenen Seminarreihe lernen sie selbst das Bildungssystem und das politische System der Bundesrepublik besser kennen und erhalten Einblick in Techniken der Moderation und des Projektmanagements.

Aus den Patenschaften soll im Laufe des Projekts ein netzwerkartiges Selbsthilfesystem von Migrantinnen und Migranten im Raum Vorpommern enstehen, das vom PSZ moderiert wird.

Bisher existieren Patenschaften in Greifswald, Stralsund und Wolgast.

Finanziert wird das Projekt von der Aktion Mensch und der Pommerschen Evangelischen Kirche.

Laufzeit des Projekts: September 2007 bis August 2010

Ansprechpartner für dieses Projekt:

Galina Shukowa, Anatolij Shukow und Katriona Dannenberg

Telefon: 03834 – 77 70 889

 

 

Foto